Vielseitigkeitslauf im DCNH 


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Schlittenhund

Vielseitigkeitslauf-Vielseitigkeitsveranstaltung, vielleicht ist der richtige Name noch nicht gefunden, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Nachdem es im DCNH, auch unter den Sportlern, zu Diskussionen um den Rennsport (insbes. "Sprint") kam, dazu dann im Winter 98 die Problematik: Hochleistungssport - Tierschutz aufbrandete, haben sich einige Aktive (Sportler/innen und Vorstandsmitglieder) Gedanken um die sportliche Zukunft des DCNH gemacht.

Vielseitigkeitslauf Der DCNH bietet seinen Mitgliedern zur Erhaltung der reinrassigen Schlittenhunde als Arbeitshunde, artgerechte Betätigung in Form von Touren, Trainingslagern und Abnahme der Leistungsprüfungen. Hierbei soll nicht die Leistung: Hochgeschwindigkeit gefördert werden, sondern alle, dem Standart der reinrassigen Schlittenhunde entsprechenden Eigenschaften: KRAFT, AUSDAUER, WIEDERSTANDSFÄHIGKEIT, GENÜGSAMKEIT, FÜHRIGKEIT und ein NICHT AGGRESSIVES VERHALTEN (siehe DCNH Leistungsprüfungsordnung für Schlittenhunde II 2.2).

Leider kann das Tourenprogramm des DCNH nicht beliebig weit aufgestockt werden, da das Fahren mit (Schlittenhunde-)Gespannen im Wald in vielen Bundesländern verboten ist.

In Baden-Württemberg entstand nun aus der Idee ein eigenes Rennen (DCNH) zu veranstalten und dem Wunsch, daß es nicht nur ein Sprintrennen werden solle, das Projekt:

Vielseitigkeitslauf für reinrassige Schlittenhunde.

Was ist nun anders an dieser Veranstaltung:
  1. Wir vermeiden das Wort: Rennen, d.h. die Geschwindigkeit eines Gespannes steht nicht im Vordergrund.
  2. alle Teilnehmer fahren die gleiche Strecke
  3. auf dem Trail sind ca. 7 Hindernisse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (leicht, mittel, schwer) eingebaut.
    An jedem Hindernis stehen 2 Bewerter (die ggf. auch helfen) und beobachten bzw. bewerten die Leistung der Gespanne. Je nach Leistung gibt es unterschiedliche "Zeitpunkte". Diese, auf der ganzen Strecke "erfahrenen Zeitpunkte", werden von der tatsächlich gefahrenen Zeit (Zeitmessung: Start - Ziel) abgezogen. Wird ein Hindernis gar nicht angefahren, die Möglichkeit zur einfachen Durchfahrt besteht an jedem Hindernis, wird die gesamte Zeitpunktezahl des Hindernisses am Ende auf die tatsächlich gefahrene Zeit aufaddiert.
    Hierdurch soll gewährleistet sein, daß derjenige, der den Trail mit Höchstgeschwindigkeit einfach durchfährt, auf gar keinen Fall der Sieger werden kann.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Gespann A / C1 60 Min. reine Fahrzeit
alle Hindernisse bewältigt,
jedoch nicht mit voller Zeitpunktezahl
- 40 Zeitpunkte
Gesamtzeit: 20 Min.
gewertet: 20 Min.
 
Gespann B / C1 25 Min. reine Fahrzeit
ohne ein Hindernis
bewältigt zu haben
+ 44 Zeitpunkte
Gesamtzeit: 69 Min.
gewertet: 1 Std. 9 Min.

Jeder, der ein Hindernis wenigstens versucht anzugehen, erhält mindestens 1 Zeitpunkt.

Die Hindernisse sind nicht als Schikane gedacht, um Musher zu ärgern. Vielmehr soll jeder die Möglichkeit haben, einmal sein Gespann als TEAM zu zeigen; als eine Einheit von Mensch und Tier, verbunden durch Arbeit.

Die Hindernisse sind dem Tourenbereich entnommen, d.h. sie sind nicht unpassierbar. Viele Tourenfahrer haben solche Hindernisse während einer Tour meistern MÜSSEN.

Wir hoffen mit diesem Angebot möglichst viele Sportler anzusprechen, die beweisen möchten, daß ihre Hunde mehr, als nur rennen können.


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© 2001 Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.
aktualisiert: Montag, 19. Mai 2003