Elchhunde | ||
Unter den nordischen Jagdhunden nehmen die Elchhunde aufgrund ihrer Spezialisierung für die Elchjagd und ihrer langen Geschichte, die bis auf die Wikinger zurückgeht, eine besondere Stellung ein. Im engeren Sinne bezeichnet man drei Rassen als Elchhunde:
Diese Elchhunde beeindrucken gleichermaßen durch ihr Äußeres wie durch ihr Wesen. Sie sind ausgeglichen, menschenfreundlich, besonders kinderlieb und nicht aggressiv gegen Artgenossen. Ihre Erziehung bereitet keine besonderen Schwierigkeiten, wenn man ihre Eigenständigkeit respektiert, benötigen aber, wie alle Nordischen eine konsequente Erziehung und Führung. Sie sind durchaus zu sehr guten Begleithunden zu entwickeln. Sie bewachen instinktiv Haus, Hof und Familie, ohne als Kläffer lästig zu fallen. Elchhunde sind ausdauernde, schnelle und selbständig arbeitende Jagdhelfer. Es wäre zu wünschen, daß diese vorzüglichen und vielseitigen Jagdhunde, ähnlich wie in den USA, in Jägerkreisen außerhalb Skandinaviens größeres Interesse finden würden. Anzumerken ist, daß in Skandinavien, Finnland und der ehemaligen Sowjetunion der Ausdruck Elchhund auch für Laiki oder Karelischer Bärenhund gebräuchlich ist, wenn diese Hunde ausschließlich Elchwild jagen. |
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Jämthund (schwedischer Elchhund)
Jämthunde werden in Schweden als Jagdgebrauchshunde gehalten. Sie gehören wie alle Elchhunde zur Gruppe der Stöberhunde. Bei der Zuchtauslese steht deshalb die Jagdeignung im Vordergrund. Der schwedische Jämthund "Tuff" wurde in den siebziger Jahren Vorbild für alle Züchter. Im Jahre 1946 wurde der Jämthund als eigenständige Rasse anerkannt. Daß er sich gegen die starke Konkurrenz aus Norwegen behaupten konnte, ist letztlich den schwedischen Jägern im Jämtland und Härjedalen zu verdanken, die beharrlich an ihrem, "Schwedischen Elchhund" festhielten. Eine konsequente und systematische Reinzucht hatte dann im Jahre 1946 mit der offiziellen Anerkennung der Rasse den gewünschten Erfolg. In Schweden ist der Jämthund stark verbreitet, in den übrigen skandinavischen Ländern trifft man ihn seltener an. Erst in den letzten Jahren befaßt man sich vermehrt in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden mit dieser Elchhundrasse. Erste Zuchterfolge sind zu vermelden. Mit einer Schulterhöhe von 58-63 cm bei Rüden und 53-58 cm bei Hündinnen ist er der größte Vertreter der Gruppe. Auch in seiner Gesamterscheinung wirkt er mächtiger. Seine Farbe ist ein helleres oder dunkleres Grau mit charakteristischen weißen Markierungen auf dem Fang, den Wangen und der Kehle. Sein Fell besteht aus kurzer, weicher Unterwolle und längeren, kräftigen, ziemlich eng anliegenden Deckhaaren. Der Kopf wirkt langgestreckt, die spitzen Ohren werden steil aufgerichtet. Die mittellange Rute wird gut gerollt über den Rücken getragen. Insgesamt gilt der Jämthund als furchtlos und energisch, aber auch als ruhiger und überlegter, selbständiger Jäger. |
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Grauer Norwegischer Elchhund
Die von den Elchhunden am weitesten verbreitete Rasse, auch außerhalb Skandinaviens, ist der graue Norwegische Elchhund, der norwegische Nationalhund. Insbesondere in den USA, Großbritannien und den Niederlanden erfreut er sich großer Beliebtheit. In der Bundesrepublik ist er mit weniger als einhundert Exemplaren sehr schwach vertreten. In den USA wird der Hund heute besonders auf großes Raubwild wie Luchs und Bär und auf der Stöberjagd nach Waschbären geführt. Im Jahre 1865 lieferte der Elchhund "Gamle Bamse Gram" das Vorbild des heutigen Standards: |
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Schwarzer Norwegischer Elchhund
Lange Jahre hindurch war der schwarze Norwegische Elchhund, obwohl bereits seit 1877 als Rasse anerkannt, auch in Norwegen eine wirkliche Rarität. Früher wurde der Hund auch Finnmarkshund oder Bärenhund (Bjernhund) genannt. Erst in den letzten Jahren erfreut er sich in seinem Heimatland wieder größerer Beliebtheit. Dies ist sowohl beim Jagdeinsatz als auch aufgrund der stärkeren Beteiligung bei Rassehundeausstellungen festzustellen. Außerhalb Skandinaviens ist er eine echte Seltenheit. Sein Wesen und seine Charaktereigenschaften entsprechen denen des grauen Norwegischen Elchhundes. Er gilt als furchtloser, energischer und flinker Jäger. Besonders bei der Elchjagd in den gebirgigen Landesteilen hat er sich wegen seiner größeren Leichtigkeit bewährt. Die ideale Widerristhöhe für Rüden beträgt 47 cm, für Hündinnen 44cm. Sein Fell strahlt in einem glänzenden Schwarz. An der Brust, den Vorderläufen und den Pfoten ist etwas Weiß erlaubt. Seine Unterwolle ist dicht und weich, die derben Deckhaare liegen eng am Körper an. Die Ohren sind spitz, sehr beweglich und bei Aufmerksamkeit straff aufgerichtet. Die Rute wird über den Rücken geringelt getragen. Insgesamt präsentiert sich der schwarze Norwegische Elchhund beweglicher, etwas hochläufiger, leichter, drahtiger und schneller als sein graues Pendant. |
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aktualisiert: Sonntag, 21. März 2004