Nordische Hütehunde




Auch diese Hunde gehören ihrem Erscheinungsbild nach zu den "Spitzartigen": Aufrecht getragene, spitze Ohren, überwiegend gerollt getragene Rute und spitzähnliche Gebäude kennzeichnen diese Gruppe. Dazu kommt, wie es sich für nordische Hunde gehört, ein Haarkleid, das meist aus dem sogenannten Doppelmantel besteht: längeres, festes Deckhaar, dichte, feine Unterwolle.

So sind Hütehunde gerüstet, auch bei schwierigen Wetterbedingungen, bei zum Teil monatelangen Schnee- und Kälteperioden, ihren harten Dienst bei den Herden oder auf den Höfen zu leisten. Sehr lange hat man in den nordischen Ländern nur Wert auf die Gebrauchstüchtigkeit dieser Hunde gelegt und ihrem Arbeitseifer und ihrer Einsatzfreudigkeit den höchsten Stellenwert beigemessen. Erst sehr spät, zum Teil erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts wurde eine planmäßige Zucht begonnen und eine Standardisierung der Rassen angestrebt. Dabei wurde auch verstärkt Wert auf Form und Schönheit dieser Hunde gelegt.

Obwohl einige Hütehunderassen bereits in ihren Ursprungsländern langsam auch als "Familienhund" Verwendung finden, bedingt ihre Jahrhunderte alte Zucht und strengste Selektion auf reine Gebrauchstüchtigkeit, daß diese Hunde auch bei uns gefordert sein müssen, da unterscheiden sie sich kaum von unseren anderen nordischen Rassen. Erst wenn man diesen Hunden sehr viel Bewegungsmöglichkeit schafft, wenn man ihnen "Aufgaben" gibt und wenn man sie nicht als Schutzhund im Sinne des Deutschen Schäferhundes mißversteht, dann wird man sehr viel Freude an diesen körperlich robusten, ausdauernden, klugen und sehr bewegungsfreudigen Hunden haben. Man wird ihren Lern- und Arbeitseifer, ihre oftmals auch quirlige Lebensfreude und ihr Vertrauen und ihre Zuneigung zu "ihrer" Familie schätzen, vielleicht auch lieben lernen.

 


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© 2001 Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.
aktualisiert: Donnerstag, 20. September 2001