Karelischer Bärenhund



Karelischer Bärenhund, Foto: DCNH-Archiv
Karelischer Bärenhund, Foto: DCNH-Archiv

Nicht unbedingt die Widerristhöhe von 54-60 cm bei den Rüden und 49-55cm bei den Hündinnen machen den Karelier, wie er kurz genannt wird, absolut geeignet für die Jagd auf wehrhaftes nordisches Großwild, sondern vielmehr sein kompakter, stahlharter Körper, seine explosive Kraft gepaart mit unerhörtem Kampftrieb, Wachsamkeit, Unabhängigkeit und grenzenlosem Mut sind die Voraussetzungen für den erfolgversprechenden Einsatz zur Jagd auf Bär, EIch, Luchs und Schwarzwild.

Die Farbe seines Fells ist schwarz mit braunem Schimmer oder schwarzweiß. Der Kopf des Kareliers ist recht groß und stumpf keilförmig, die Stirn breit und leicht gewölbt. Die steifen Ohren sind mittellang und stumpf zugespitzt, die dunkelbraunen Augen sind klein und feurig. Der Knochenbau wirkt derb, aber nicht schwer.

Voraussetzung für die Haltung eines solchen Hundes ist eine konsequente Erziehung und Haltung sowie die Befriedigung seines Bewegungsdranges. Obwohl sich der Karelische Bärenhund Artgenossen gegenüber sehr wild und rauflustig zeigt, ist er in der Familie ein lieber und treuer Begleiter, der jedoch immer wieder versucht, seinen Kopf durchzusetzen. Seine Haltung erfordert viel Verständnis und Einfühlungsvermögen.

Der Karelische Bärenhund wird inzwischen auch bei uns jagdlich geführt, jedoch nicht in dem Umfange, wie in seiner Heimat. Beste Grundlagen hierfür sind seine hervorragende Nase und seine Liebe zum Wasser. Ähnlich den Elchhunden ist auch die Jagdweise dieses Hundes. Abgeleint verschwindet er lautlos und sucht auf sehr große Distanz die Fährte seines Wildes. Diese Fährte meldet der Hund dem Jäger, indem er auf kürzestem Weg zu diesem zurückkehrt, um ihn zu führen. Ist der Jäger nachgefolgt, entfernt sich der Hund erneut, um das Wild zu stellen, zu verbellen und notfalls so lange zu attackieren, bis sein Herr zum Schuß kommt.


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aktualisiert: Donnerstag, 20. September 2001