Lundehund



Ein absoluter Spezialist unter den nordischen Jagdhunden ist der Lundehund, der ausschließlich zur Jagd auf die in Erdhöhlen und -gängen lebenden Lunde (Alkvögel) Verwendung fand.

Die Anpassung des Lundehundes an seine Aufgabe geht so weit, daß er einmalige körperliche Fähigkeiten und Veränderungen entwickelte. Beispielsweise hat er die Fähigkeit, den Kopf bis auf den Rücken zurückbiegen und die Vorderläufe im 90-Grad-Winkel abspreizen zu können. Beides befähigt ihn, in einer engen Erdröhre mit dem gegriffenen Vogel umzukehren. Außerdem besitzt dieser Hund an jeder Pfote sechs Zehen, die ihm im Felsgeröll und auf den Klippen einen besseren Halt geben.
Der kleine, zierliche Lundehund ist ein sehr leistungsfähiger, arbeitsfreudiger Jagdhund, der stundenlang Vogel um Vogel aus den Erdhöhlen apportiert.

Die Widerristhöhe bei dieser Rasse beträgt bei den Rüden 35-38cm, bei Hündinnen 32-34 cm. Der geschmeidige, leicht gebaute Körper ist rechteckig, die Läufe und Pfoten leistungsfähig. Der keilförmige Kopf hat einen mittellangen, trockenen Fang, leicht schräg gestellte, recht helle Augen und spitze, dreiekkige Ohren. Der Lundehund trägt einen aus feiner Unterwolle und harten Grannen bestehenden Doppelmantel, die Farbe ist meist rotbraun mit weißen Abzeichen.

Trotz der weitgehenden Anpassung an seine ursprüngliche Aufgabe ist der etwas eigenwillige Lundehund durchaus als lebhafter, fröhlicher und menschenfreundlicher Begleithund auf ausgedehnten Wanderungen zu empfehlen.


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© 2001 Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.
aktualisiert: Mittwoch, 07. Januar 2004